Italien heute

Italien ist nach Griechenland das Land mit der ältesten Geschichte in Europa. erlangte aber erst sehr spät die staatliche Einheit. Italien grenzt an Frankreich, der Schweiz, Österreich, Slowenien und Kroatien.

Erdteil: (Süd-)Europa

Offizieller Name: Repubblica Italiana (Italian Republic)

Landesname: Der Landesnamen entwickelte sich aus dem Begriff Italiker, unter dem in römischer Zeit die Völker der Apeninenhalbinsel zusammengefaßt wurden.

Staatsführung: Präsident

Regierungsführung: Premierminister

Politisches System: Republik seit 1948, Verfassung von 1848. Wahlrecht ab 18 Jahren. alle 5 Jahre Wahl des Zwei-Kammer-Parlaments: Abgeordnetenhaus ("Camera dei Deputati") mit 630, Senat ("Senato della Repubblica") mit 325 Mitgliedern, davon 315 direkt gewählt. 10 Senatoren auf Lebenszeit. Beide Kammern sind gleichberechtigt, es gibt keinen Vermittlungsausschuß, so daß Gesetzesentwürfe endlos lange diskutiert werden können. Das Staatsoberhaupt, alle 7 Jahre durch ein Wahlmännerkollegium gewählt, hat das Recht, das Parlament aufzulösen.

Landesfläche: 301.268 qkm (Weltrang 22)

Gliederung: 20 Regionen, 95 Provinzen (eine Auflistung finden Sie hier)

Hauptstadt: Rom

Offizielle Sprache: Italienisch

Staatsreligion: keine

Währung: 1 Lira = centisimi

Bevölkerung: ca. 57 Mio.

Bevölkerungsdichte: 190,3 Menschen je qkm

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Italiener 94.1%; Sardinier 2.7%; andere 3.2%

Religionszugehörigkeit: Katholiken 83.2%; ohne 13.6%; Atheisten 2.6%; andere 0.6%

Größte Städte: Rom 2,654,187; Milan 1,306,494; Neapel 1,050,234; Turin 923,106; Palermo 689,301; Genua 659,116; Bologna 386,491; Florenz 383,594; Catania 341,623; Bari 336,560; Venedig 298,915

Internationales Kennzeichen: I

Nationalfeiertag: 25. April (Tag der Befreiung); 1. Sonntag im Juni (Gründungstag der Republik im Jahre 1946)

Geographische Lage: 8º O - 19º O / 36º N - 47º N

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Mont Blanc 4807 m; längster Fluß --> Po 620 km; größter See --> Gardasee 370 qkm.

Geographie:
Im Norden trennen die Alpen Italien von Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien. Südwärts, jenseits der weiten, fruchtbaren Nordebene, erstrecken sich die Apenninen von den Alpen im Nordwesten bis zur "Stiefelspitze" nach Kalabrien und bilden das Rückgrat der Halbinsel. einen ganz eigenen Charakter weisen die Inseln Sizilien im Süden und Sardinien im Westen auf. Die westlichen und zentralen Alpen erreichen mit dem Mont Blanc an der französischen Grenze und dem Mont Rosa (4634 m) an der Schweizer Grenze ihre höchsten Erhebungen. die schönen norditalienischen Alpenrandseen wie der Lago Magiore, der Comer See, Iseo- und Gardasee entstanden, als das Wasser der geschmolzenen Gletscher die Täler des Alpenvorlandes füllte. Nordöstlich des Gardasees erheben sich die zerklüfteten Kalksteingipfel der Dolomiten als Teil der Ostalpen bei Marmolada bis zu einer Höhe von 3342 m. Die Böden der norditalienischen Ebene (Schwemmland) sind sehr fruchtbar. Dieser Landstrich ist mehr als 320 km lang und bis zu 200 km breit. Über die Hälfte des Gebietes durchzieht der Po. Der ausgedehnte Gebirgsrücken der Appeninen schließt an die westlich vorgelagerten Ligurischen Alpen an und reicht bis zur Nordwestküste der italienischen Riviera, schwenkt in einem Bogen über die Halbinsel und erreicht seinen höchsten Punkt im zerklüfteten Kalkmassiv des Gran Sasso d'Italia nordöstlich von Rom. Auf der Westseite durchfließen der Arno und der Tiber die anschließende Beckenlandschaft. Im Osten formen zahlreiche Flüsse eine Landschaft parallel verlaufender Bergrücken und Täler, die auf eine schmale Küstenebene hin zulaufen. Südöstlich richtet sich die Kalktafel Apuliens mit dem Kalksporn des Monte Gargano auf. Tief im Süden trennt der Golf von Taranto den "Absatz" von der "Zehenspitze" des italienischen "Stiefels". Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße von Messina liegt Sizilien, die größte Insel des Mittelmeers. Die Landschaft ist gebirgig und die höchsten Erhebungen liegen im Norden. Die Ostseite beherrscht der aktive Vulkan Ätna. Das Gebiet ist aufgrund der Lage Italiens zwischen der eurasischen und afrikanischen tektonischen Platte erdbebengefährdert. Weitere Vulkane der Region sind der Stromboli und der Vulcano auf den Liparischen Inseln nördlich von Sizilien sowie der Vesuv bei Neapel, dessen Ausbruch im Jahr 79 vor Christi die Stadt Pompejy völlig zerstörte. In den Phlegräischen Feldern treten vulkanische Gase aus. Vulkanisch aktiv sind auch die Hochländer zwischen Monte Amiata und den Albanbergen in der Nähe von Rom: bei Viterbo gibt es Schlammquellen, und die Kraterseen Bolsena und Nemi sind ebenfalls vulkanischen Ursprungs. Thermalquellen finden sich im Norden und in den Euganesischen Hügeln unweit von Padua. Im gesamten Gebiet treten gelegentlich schwere Erdbeben auf. Im Norden und Osten der Insel Sardinien ragen raue und ältere Gebirge auf, mehr als es sie auf dem Festland gibt; im Westen der Insel brachten frühere Vulkanausbrüche Basalttafeln hervor.

Klima:
In den Alpen sind die Wintermonate gewöhnlich kalt und schneereich, während die Sommer kurz und kühl sind. Die Temperaturen schwanken erheblich. Niedrige Temperaturen an den höher gelegenen Hängen wechseln mit Temperaturanstieg durch intensive Sonneneinstrahlung.

 HöheTemp. JanuarTemp. Juli

Niederschlag (Jahr, mm)

Rom17725657


Flora/Fauna:
Wie große Teile Europas war auch das Italienische Tiefland früher dicht bewaldet, aber nach 2200 Jahren intensiver landwirtschaftlicher Nutzung blieb in den nördlichen Ebenen kaum etwas von der ursprünglichen Vegetation erhalten. Nutzpflanzen beherrschen die Landschaft und selbst die Pappeln an den Flußufern wurden angepflanzt. Weiter im Süden überwucherte dichtes Strauchwerk aromatischer Pflanzen brachliegendes Ackerland oder aus steinigen gebieten wurden Heidelandschaften mit niedrigem Buschwerk und blühenden einjährigen Pflanzen. In einigen Gebieten, z.B. in Kalabrien, entstand eine wüstenähnliche Landschaft. In den den Apenninen wachsen Eichen, Kastanien und Buchen. Auf der Westseite des Gebirges und auf Sardinien finden sich an den unteren Berghängen bis 600 m immergrüne Wälder. In den Alpen halten sich nur wenige Pflanzen oberhalb 2250 m. aufgrund forstwirtschaftlicher Nutzung blieb ein Eichen- und Süßkastanienbestand auch in den Vorgebirgen erhalten. Rund um die Seen wachsen Oliven-, Lorbeerbäume und Zypressen. Über Jahrhunderte betriebene Jagd und dichte Besiedlung führten zu einem enormen Rückgang der Tierwelt. Die Alpen bieten jedoch noch heute Hermelin, Alpen-Hasen und Rebhühnern eine sichere Zuflucht. Zu den größeren Säugetieren gehören Steinböcke, die immer seltener werdenden Braunbären, Gämsen und Rotwild. Im Süden des Landes leben Füchse und in den Appeninen auch Wölfe. Auf Sardinien sind neben Damhirschen auch Mufflons und Wildschweine beheimatet. Zu den reichen Fischbeständen in den Küstengewässern gehören Thunfisch, Schwertfisch und Haie. Die Umweltverschmutzung der Gewässer stellt ein ernstes Problem dar. Sowohl an der Mittelmeer- als auch an der Adriaküste führte ein verstärktes Algenwachstum zum Absterben vieler Lebensformen im Meer. Dieses Wachstumsphänomen wurde durch chemische Rückstände aus der Industrie und Landwirtschaft, die ins Meer gespült wurden, extrem begünstigt. Die Algen entzogen dem Wasser Sauerstoff, wodurch ein gewaltiges Fischsterben einsetzte. Zugleich wurden die Strände von übel riechendem Schlick verunreinigt. Mit dem Bau neuer Kläranlagen in den 90er-Jahren begann sich die Situation zu bessern.

Zeitzone: MEZ

Durchschnittliches Jahreseinkommen je Einwohner: 20.220 $ (US)

Geburtsrate je 1000 Menschen: 9,2 (Weltdurchschnitt. 25.0)

Todesrate je 1000 Menschen: 9,5 (Weltdurchschnitt 9.3)

Wirtschaftliche und soziale Kennziffern:
Dienstleistung:
66,9 %
Industrie:30,5 %
Landwirtschaft:
2,6 %
BSP/Kopf:
20.170 US$
Inflation:
1,7 %
Arbeitslosigkeit:
11,3 %
Urbanisierung:
67 %
Bev.-Wachstum/Jahr:
0,2 %
Kindersterblichkeit:0,7 %
Einwohner pro Arzt:211


Wirtschaft:
Hauptanbauprodukte sind Weizen, Reis, Mais, Kartoffeln, Gemüse, Oliven, Zitrusfrüchte und Tabak. Italien ist relativ arm an Bodenschätzen. Abgebaut werden Quecksilber, Antimon, Schwefel, Marmor, Blei-, Zink-, Mangan- und Kupfererze. Hauptstandorte der chemischen Industrie liegen in N- und M-Italien.

Wirtschaftliches Umfeld:
Italiens Wirtschaft befindet sich wieder auf Wachstumskurs. Die Konjunktur kommt in Fahrt. Sie gewinnt deutlich an Auftrieb und Breite. Im Jahr 2000 wächst das Bruttoinlandsprodukt doppelt so schnell wie 1999. Tragende Wachstumssäule ist der Export. Die Erholung in den Krisenländern Südostasiens und Lateinamerikas, das anhaltende Wirtschaftswachstum in den USA sowie die anspringende Konjunktur in Westeuropa unterstützen eine starke Expansion der Exporte. Neben dem weltwirtschaftlichen Aufschwung kommt der italienischen Exportindustrie auf den außereuropäischen Märkten auch der niedrige Eurokurs zugute. Zweiter Motor sind die Investitionen. Die Nachfrage aus dem Ausland verbessert die Absatz- und Ertragserwartungen und motiviert die Unternehmen zu Investitionsausgaben bei immer noch günstigen Finanzbedingungen. Der lebhaftere Verbrauch auch der privaten Haushalte wird zusätzlich die Konjunktur stützen können, da die Beschäftigung und somit die verfügbaren Einkommen - allerdings nur langsam - steigen. Der Preisanstieg wird vor allem vom Ölpreis und dem schwachen Euro verursacht. Dagegen halten sich die Inflationsimpulse aus der Binnenwirtschaft dank eines moderaten Kurses der Lohnpolitik bisher in engen Grenzen.

Bruttoinlandsprodukt: 991,39 Milliarden US-Dollar; 19.930 US-Dollar pro Einwohner

Wichtigste Außenhandelspartner: Export: EU, OPEC-Staaten, USA - Import: EU, OPEC-Staaten, USA

Ausfuhrgüter: Maschinen, Transportmittel, Textilien, Bekleidung, Metalle, Nahrungsmittel, Wein, chemische Produkte

Einfuhrgüter: Erdöl, Industriemaschinen, chemische Produkte, Metalle, Nahrungsmittel, landwirtschaftliche Produkte

Industrie: Maschinenbau, Eisen und Stahl, Erdöl, chemische Erzeugnisse, Lebensmittel, Textilien, Fahrzeuge, Bekleidung, Schuhe, Keramik, Tourismus

Rohstoffe: Braunkohle, Pyrit, Flußspat, Bauxit, Blei, Zink, Asphalt, Marmor, geringe Erdgas- und Erdölreserven, Fisch

Wachstum und Inflationreales BIPPreisniveau
Veränderungen in Prozent
a) 1999 gegen Vorjahr:+ 1,4+ 2,2
b) Schätzungen für 2000:+ 3,0+ 2,2
c) Schätzungen für 2001:+ 3,1 
AußenhandelLieferungen
insgesamtaus/nach D
  Veränderungen in Prozent
Importea) 1999 gegen Vorjahr+ 3,4+ 4,6
b) Schätzungen für 2000+ 8,0+ 6,4
Exportea) 1999 gegen Vorjahr- 0,4- 2,3
b) Schätzungen für 2000+ 6,0+ 4,5


Verkehr:
Das Schienennetz ist 19.750 km lang, das Straßennetz rd. 300.000 km. Durchgehende Autobahnverbindung vom Brenner bis Reggio di Calabria. Die wichtigsten Häfen sind Genua, Neapel, Palermo, Triest, Venedig. Von Triest und Genua führen Rohölpipelines nach Ingolstadt. Von den 25 internationalen Flugplätzen sind Rom und Mailand die verkehrsreichsten.

Kommunikation:
Öffentlich-rechtlich: Radiotelevisione Italiana (RAI) verfügt über mehrere landesweite Hörfunk- und 3 landesweite Fernsehkanäle. Außerdem über 2100 private, meist lokale, Hörfunksender. 16 private Fernsehgesellschaften senden landesweit. Auf 1000 Einwohner kommen 878 Radios, 486 Fernseher, 462,1 Telefone, 528,3 Handys, 31,3 Faxe, 191,8 PCs und 5,26 Internetzugänge.

Umwelt/Tourismus:
Geschützte Gebiete 7,55% der Landesfläche. Der Tourismus ist eines der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. 1999 kamen 36,1 Mio. Besucher, darunter etwa 9 Mio. Deutsche, und brachten dem Land 28,4 Mrd. US$ Einnahmen.

Weltkulturerbe:
Felsenzeichnungen im Val Camonica (Lombardei); Kirche und Dominikanerkonvent Santa Maria delle Grazie mit Leonardo da Vincis "Abendmahl" in Mailand; Historisches Zentrum von Rom, Basilika St. Paul "vor den Mauern" in Rom und Vatikanstadt; Historisches Zentrum von Florenz; Venedig; Domplatz von Pisa; Historisches Zentrum von San Gimignano; Felsarchitektur der Sassi di Matera; Vicenza und die Villen des Architekten Palladio in der Region Venetien; Historisches Zentrum von Siena; Historisches Zentrum von Neapel; Crespi d'Adda (typische Gewerbewohnsiedlung aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert) in Neapel; Ferrrara: Stadt der Renaissance; Castel de Monte; "Trulli" (Rundbauten) von Alberobello; Frühschristliche Baudenkmäler und Mosaike von Ravenna; Historisches Zentrum von Pienza; Königliches Schloß in Caserta mit Park, Aquädukt und der San-Leucio-Anlage; Residenzen des Hauses Savoyen in Turin und Umgebung; Botanischer Garten in Padua; Kathedrale, Torre Civica und Piazza Grande in Modena; Archäologische Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata; Römische Villa von Casalet (Sizilien) mit ihren Mosaiken; Nuraghe (bronzezeitliche Turmbauten) von Barumini (Sardinien); Kulturlandschaften Portovenere und Cinque Terre; Kulturlandschaft Küste von Amalfi; Archäologische Stätten von Agrint; Nationalpark Cilento Val di Diano mit Paestum, Velia und der Kartause von Padua; Historisches Zentrum von Urbino; Archäologische Fundstätten und die Basilika des Patriarchen von Aquileia; Hadransvilla bei Tivoli

Bildung:
Allgemeine Schulpflicht von 6 bis 14 Jahren. Einschulungsquote im primären Bereich 96,6%. Es gibt verschiedene Formen der höheren Sekundarschule (naturwissenschaftlich, klassisch, technisch, berufsbezogen). Parma (gegründet 1066) und Bologna (1088) sind die ältesten Universitäten Europas und waren Vorbild für das frühe europäische Hochschulsystem. Insgesamt mehr als 50 Hochschulen; die traditionsreichsten in Modena (1175), Perugia (1200), Padua (1222), Neapel, Pavia (1224), Siena (1240) und Rom (1303). Analphabetenrate: Männer 1,4%, Frauen 2,4%.

Kultur:
Die italienischen Einflüsse auf die europäische Kultur können kaum hoch genug eingeschätzt werden. Beginnend mit der römischen Antike über die Renaissance bis in die heutige Zeit haben Dichter und Denker, Musiker, Architekten und Maler aus dem italienischen Raum Europa entscheidend geprägt.

Familienstruktur:
Viele Paare sind jahrelang verlobt, weil die Italiener mit einer Heirat oft warten, bis sie eine Ausbildung abgeschlossen und eine Arbeit gefunden haben. Eine Scheidung ist gesetzlich erst dann möglich, wenn die Ehepartner bereits mindestens drei Jahre getrennt gelebt haben. Im Norden des Landes gibt es in den meisten Familien nur ein oder zwei Kinder. Größere Familien sind im Süden üblich, wo häufig mehrere Generationen unter einem Dach wohnen. Der Norden und der Süden Italiens unterscheiden sich auch darin, dass die Frauen im Norden größere gesellschaftliche Freiheiten genießen und im Beruf bessere Chancen haben.

Essen und Trinken:
Die Italiener nehmen morgens ein leichtes Frühstück zu sich, das oft aus einer Tasse Kaffee für Erwachsene und warmer Milch für die Kinder sowie Biscotti (Keksen), Croissants, Brot oder Brötchen besteht. Die beliebteste Hauptspeise sind Teigwaren (Pasta), die es in einer unüberschaubaren Zahl verschiedener Formen gibt. Die wohl berühmteste Nudelsorte sind die Spaghetti. Hinter dem Begriff Ravioli verbergen sich beispielsweise kleine Teigtaschen mit einer Füllung aus Fleisch, Käse oder Gemüse, während es sich bei Fettuccine um breite Bandnudeln handelt. Die Pasta wird mit vielen verschiedenen Soßen und Beilagen serviert. Hierzu gehört die Bolognese, die aus Tomaten und magerem gehackten Fleisch vom Rind, Schwein oder Kalb besteht. Gerne essen Italiener ihre Teigwaren auch mit Lachs oder Pilzen. Fisch stellt ebenso wie verschiedene Fleischsorten und -produkte, wie z. B. Kalbsfleisch, Schinken und Salami, einen wichtigen Bestandteil des Speiseplans dar. Auch Käse wird in zahlreichen Sorten und Varianten angeboten und sehr gern gegessen. Die weltberühmte Pizza hat ihre Heimat im Süden des Landes. Eine typische Alltagsmahlzeit setzt sich aus drei Gängen zusammen. Wenn die Italiener allerdings ein Fest feiern oder im Restaurant essen, besteht das Mahl normalerweise aus einer Vorspeise, einem Nudelgericht, einem Hauptgericht mit Fleisch oder Fisch, einem Nachtisch und Käse. Der Salat wird oft nach der Hauptspeise serviert. Die Weinherstellung ist ein wichtiger Wirtschaftszweig Italiens, und zu einer Mahlzeit trinken die Italiener traditionellerweise Wein, heute aber auch gerne Bier. Gutes Essen hat in Italien einen sehr hohen Stellenwert, und man nimmt sich dafür viel Zeit. Früher war das Mittagessen die wichtigste Mahlzeit des Tages. Die Familienmitglieder nahmen es immer gemeinsam ein. Da aber mittlerweile auch immer mehr Frauen einem Beruf nachgehen, stirbt diese Tradition allmählich aus. Wenn in einer Firma mehr als 20 Personen beschäftigt sind, so muss die Firma über eine Cafeteria verfügen. Das Mittagessen findet normalerweise zwischen 13.30 und 14.00 Uhr statt. Das Abendessen nehmen die Italiener im Norden bereits ab 19.30 Uhr ein, auf Sizilien und in anderen südlichen Regionen dagegen teilweise erst um 22.30 Uhr.

Umgangsformen:
Eine formlose Begrüßung unter Freunden ist Ciao ("Hallo" oder "Tschüs"). Bei etwas offizielleren Anlässen hört man eher Buon giorno ("Guten Tag") oder Buona sera ("Guten Abend"). Oft gehen Italiener gleichen Geschlechts Arm in Arm. Titel haben nach wie vor große Bedeutung. Mittlerweile ist auch die Anrede mit dem Vornamen sehr verbreitet. Cafés sind überall in Italien wichtige Treffpunkte. Hier kann man - meist im Stehen - frühstücken, zwischendurch schnell einen Kaffee trinken oder einen Imbiss einnehmen. Zum Essen geht man in ein Restaurant.

Freizeit:
Sowohl in kleinen Dörfern wie in den Großstädten gehört ein Abend- oder Sonntagsspaziergang ("Corso") durch den Ort oder die Stadt zu den festen Gewohnheiten. Die mit Abstand am weitesten verbreitete und beliebteste Sportart ist Fußball. Radrennen haben in Italien eine lange und immer noch lebendige Tradition. Viele der besten Hersteller von Rennrädern und Zubehör sind in Italien beheimatet, und viele Italiener schwingen sich am Abend oder an den Wochenenden für eine Tour aufs Rad. In den Alpen und anderen Gebirgsregionen sind auch Wandern, Klettern, Skifahren oder Familienausflüge mit dem Auto in die Berge sehr beliebt. Im September packt viele Italiener die Jagdlust, doch gerät diese Freizeitbeschäftigung aus Gründen des Naturschutzes immer mehr in die Kritik. Die Kunst, vor allem die Musik, nimmt noch immer einen wichtigen Platz im Leben vieler Italiener ein. Die Oper ist traditionell auch ein volkstümliches Vergnügen; berühmt sind die Aufführungen in der Arena von Verona. Weltberühmt und viel besucht sind die Kunstschätze der Museen und Galerien in Florenz und Rom. Italien gehört auch beim Film zu den wichtigsten Nationen. Doch seit der Zeit, als italienische Regisseure wie beispielsweise Federico Fellini auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs standen, ist die Zahl der Kinobesucher zurückgegangen, und die meisten der heute gezeigten Filme kommen hier wie überall aus Amerika und wurden ins Italienische synchronisiert. Auch in Italien ist längst der Fernseher der Mittelpunkt vieler Familien.

Sport:
Bei olympischen Spielen errangen italienische SportlerInnen 204 Gold-, 170 Silber- und 180 Bronzemedaillen. Die Olympischen Sommerspiele fanden 1960 in Rom, die Winterspiele 1956 in Cortina d'Ampezzo statt. Dreimal (1934, 1938 und 1982) wurde Italien Fußballweltmeister, einmal (1968) Europameister.

Armee:
Italien ist seit 1949 Mitglied der NATO. Allgemeine Wehrpflicht (10 Monate). 325,150 (Heer 57,9%; Marine 13,5%; Luftwaffe 19,6%). Grün und Rot waren die Uniformfarben der Mailänder Stadtmiliz; durch Hinzufügen von Weiß entstand eine der französischen Trikolore ähnliche Flagge. Offiziell eingeführt am 19.06.1946.

Nationalhymne: Am 02.06.1946 bestätigt.

Übersetzter Text der 1. Strophe:
"Ihr Brüder Italiens, / Das dem Schlaf sich entwunden / Und den Helm des Scipio / Aufs Haupt sich gebunden: / Sieg soll nun, die Locken / Zu opfern, sich zeigen, / Rom ewig leibeigen / Hat Gott ihn gemacht. // Fest geschlossen die Reihen / Woll'n wir dem Tod uns weihen; / Italien erwacht."




Reisetipps:

Neapel:
Seit Urzeiten sind neben Sonne Strand und Meer die heißen Quellen die unverwechselbaren Erkennungszeichen der grünen Insel im Golf von Neapel. Seit Jahrhunderten wird deren Heilkraft hoch geschdtzt. Lassen Sie sich so richtig verwöhnen: Fitneß, Schönheit und Gesundheit werden ouf Ischia groß geschrieben. Ruhe und Erholung findet man in den groBzügig angelegten Thermalgärten. Aber auch unbeschwertes Badeleben an feinsandigen Stränden kommt nicht zu kurz, und dos bunte Treiben in den romontischen Ferienorten können Sie in vollen Zügen genießen.

NeapelMarAprMaiJunJulAugSepOktNov
Mittagstemp.141721252828252117
Nachttemp.91215182121191613
Sonnenstund.67891010864
Wassertemp.141518212425232118


Sorrent:
In diesem vielbesungenen, quirligen Städtchen hat Tourismus seit Jahrhunderten Tradition, und berühmte Gäste wie Goethe, Nietzsche, Ibsen, Verdi und Richard Wagner weilten in Sorrent aus gutem Grund. Von der Tuffsteinterrasse, auf der die Stadt erbaut ist, eröffnet sich Ihnen ein phantastisdrer Blick weit über den Golf von Neapel, nach Capri und zum Vesuv. Das Hinterland und die Küsten um Sorrent zählen zu den schönsten Landschaften Italiens, berühmte historische Stätten liegen in bequem erreichbarer Nähe. Die Hotels werden gut und professionell geführt, und die Tradition der Gast- freundschaft wird überall gepflegt so daß dieses beschwingte Ferienstädtchen eines der bekanntesten und beliebtesten Ziele Süditaliens ist. Das klassische "Bella Italia" ist hier verkörpert - mit vielen hübschen Geschäften, Tavernen, Cafes, Restaurants und einem besonders italienischen" Flair. Strand hat Sorrent nicht allzuviel aufzuweisen, dafür ins Meer gebaute Badestege, auf denen sich das "5trandleben" abspielt. Und alle unsere Hotels haben einen Swimmingpool. Aber wer kommt schon ausschließlich zum Baden nach 5orrent, wo es hier so viel zu entdecken und unternehmen gibt? Besuchen Sie auf Ausflügen die höchst interessante Umgebung von Pompeji, Amalfi, Paestum bis Capri. Sportliche finden Tennisplätze am Ort sowie Möglichkeiten zum Windsurfen, Tauchen, und Paddel- und Motorbootuermietung. Bustransfer vom Flughafen Neapel ca. 1,5 Stunden.

Sizilien:
Sizilien bietet viel südländischen Charme: zahlreiche Fels- und Kiesstrände, verchwiegene Ortschaften im Inselinneren sowie abwechslungsreiches Gebirgs- und Hügelland. Die Insel hat eine langjährige Tradition als Urlaubsziel, und sie ist bekannt für guten Service und gute Küche. Unsere Rundreise und Ausflüge eröffnen Ihnen das antike Sizilien mit seinem reichen kulturellen Erbe. Auf eigene Faust können Sie im Mietauto auf Entdeckungstour fahren. Zentrum des Urlaubsvergnügens ist Taormina: Alte Paläste, Kirchen und winklige Gassen machen den Reiz dieser lebhaften Stadt ous. Die Hotelauswahl ist groß und vielseitig. Von einfach bis komfortabel ist alles dabei.

SizilienMarAprMaiJunJulAugSepOktNov
Mittagstemp.182024283030282421
Nachttemp.91114182021191612
Sonnenstund.7810101210976
Wassertemp.141517212426242219

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